Auswirkungen des Jobnomadentums

Je nachdem, zu welcher der drei Generationengruppen ein Arbeitnehmer gehört und wie der persönliche Lebenslauf sich bisher gestaltete, so ist das Jobnomadentum für den Arbeitnehmer entweder bereits Normalzustand oder noch mit einem Gewöhnungsprozess verbunden.
Gewöhnungsprozess bedeutet dabei die Umstellung auf das Jobnomadentum, welche für eine Vielzahl von Arbeitnehmern schwierig ist.
Das mag daran liegen, dass eine Umstellung von etwas lange Gewohntem auf etwas Neues per se schon schwierig ist.
Die besondere Schwierigkeit dürfte aber darin liegen, dass materielle und ideelle Besitzstände ins Wanken geraten, da das Jobnomadentum mit einigen Nachteilen gegenüber der bisher gewohnten Berufslebensart verbunden ist.
Die Situation ist für die Einzelperson möglicherweise einfacher zu bewältigen, wenn sie sich die für sie daraus resultierenden Vorteile bewusst macht. Denn das Jobnomadentum bietet auch einige Vorteile

Vorteile für Arbeitnehmer

Nachteile für Arbeitnehmer (außer lokale Jobnomaden)

Weitere Auswirkungen

Anspruch und Wirklichkeit

Die Ungewissheit und Unbeständigkeit der Ausbildung und des Einkommens hat für Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren in größerem Maße zugenommen als die Realisierung der veränderten Bedingungen bei den Politikern, den Medien und bei weiten Teilen der Gesellschaft stattgefunden hat.

Eine qualifizierte Ausbildung wird als Grundlage für die berufliche Zukunft angesehen. Manche Bezeichnungen für Berufs- oder Studienabschlüsse bestehen im Gegensatz zu früher jedoch nur für einige Jahre und sind dann auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr verwertbar.

Zu den traditionellen Studienabschlüssen Diplom, Magister und Examen gibt es derzeit parallel die international verbreiteten Abschlüsse Bachelor und Master, die in den nächsten Jahren die traditionellen Abschlüsse ablösen sollen. War bisher die Studiendauer eines Studiengangs davon abhängig, ob es sich um eine Fachhochschule oder eine Universität handelt, so variiert die Studiendauer für die neuen Abschlüsse Bachelor und Master von Hochschule zu Hochschule. Zusätzlich gibt es diverse Aufbaustudiengänge. Es ist ungewiss, welcher Abschluss von welcher Hochschule mit welcher Studiendauer nach dem Studium nicht in eine berufliche Sackgasse führt.

Bei den Ausbildungsberufen geht es nicht wesentlich übersichtlicher zu. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gab im April 2006 bekannt, dass in den vergangenen zehn Jahren über 250 Ausbildungsberufe modernisiert oder neu geschaffen worden seien – bei einer Gesamtzahl von etwa 350 staatlich anerkannten Ausbildungsberufen. Im ersten Halbjahr 2006 haben 17 Berufe eine neue Ausbildungsordnung erhalten, wobei 10 Berufe mit neuen Bezeichnungen versehen wurden. Neue Ausbildungsplätze entstehen dadurch allerdings nicht, sodass die seit Jahren vorhandene Problematik zu wenig vorhandener Ausbildungsplätze für Lehrstellensuchende bestehen bleibt.

Es besteht eine Diskrepanz zwischen der realen Arbeitswelt bzw. den Arbeitsmöglichkeiten und dem Bild, das diesbezüglich vermittelt wird.