Kündigung

Kündigungsform

Kündigungen von Arbeitsverträgen müssen schriftlich – nicht per Fax oder E-Mail – erfolgen und müssen eigenhändig unterschrieben sein, sonst sind sie unwirksam.

Kündigungsart

Die Kündigung kann einseitig durch eine der beiden Vertragsparteien oder zweiseitig durch beide Vertragsparteien gemeinsam erfolgen.

Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist ergibt sich entweder aus dem BGB, einem Tarifvertrag oder dem jeweiligen Arbeitsvertrag.
Bezüglich der Kündigungsfrist gibt es zwei Möglichkeiten und einen jeweils dazugehörigen juristischen Begriff.

Kündigungsumfang

Die Kündigung kann sich, aber muss sich nicht, auf den gesamten Vertrag beziehen.

Kündigungsschutz

Viele Arbeitnehmer genießen durch das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) besonderen Kündigungsschutz. Das KSchG gilt in der Regel für Arbeitnehmer mit mindesten 6 Monaten Betriebszugehörigkeit in einem Betrieb mit mehr als 10 Beschäftigten.58 Für die Errechnung der Zahl der Beschäftigten werden Teilzeitarbeitskräfte anteilig berücksichtigt, Auszubildende jedoch nicht.
Wer in einem kleineren Betrieb oder kürzere Zeit in einem Betrieb arbeitet hat schlechtere Karten.

Ein besonderer Kündigungsschutz ergibt sich unter Umständen durch das Mutterschutzgesetz, Bundeserziehungsgeldgesetz, Berufsbildungsgesetz und für Schwerbehinderte nach SGB IX.

Kündigungsgrund

Kein Kündigungsgrund ist erforderlich bei fristgerechter Kündigung durch Arbeitnehmer und bei fristgerechter Kündigung durch Arbeitgeber, wenn das KSchG oder ein anderes Gesetz nicht greift oder wenn keine vertragliche Regelung die Angabe eines Grundes vorsieht.

Ebenfalls kein Kündigungsgrund ist erforderlich bei befristeten Verträgen.

Ein Kündigungsgrund ist erforderlich bei

Kündigungsgültigkeit

Eine Kündigung erlangt Gültigkeit, das heißt, sie ist wirksam, wenn sie nicht innerhalb von drei Wochen nach Erhalt durch eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht angefochten wird.

Eine außergerichtliche Einigung des Arbeitnehmers mit dem Arbeitgeber kann zur Folge haben, dass die Arbeitsagentur dies als Mitwirken des Arbeitnehmers bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses wertet, sodass es sich nachteilig auf den Anspruch auf ALG auswirkt.

Kündigungsaspekte

Bei der Kündigung sind einige Punkte zusätzlich zu berücksichtigten.