Stellenangebote

Wahl des Mediums

Für die Suche nach einem Job stehen mehrere Angebotsmedien zur Auswahl:

Stadtteilzeitungen und Wochenblätter enthalten im Vergleich zu Tageszeitungen weniger Angebote und einen höheren Anteil zweifelhafter Annoncen.

Bei Jobbörsen und Firmen-Websites ist alles möglich von völlig sinnlos bis sehr ergiebig.

Die Arbeitsagentur hat den Ruf, sowohl zweifelhafte Stellenanbieter und zweifelhafte Jobs als auch Arbeitsuchende, die den Ansprüchen der Stellenanbieter nicht genügen, zu vermitteln.

Schwarze Bretter in Supermärkten, Kopierläden, Lehranstalten etc. bieten in der Regel nur Nebentätigkeiten; firmeninterne schwarze Bretter lassen sich meist nur von Firmenbeschäftigten nutzen.

Persönliche Kontakte können nur sehr selten genutzt werden, aber sie sind besonders hilfreich, wenn irgendwo eine Stelle zu besetzen ist und man sich mehr oder weniger auf Empfehlung bewerben kann.

Eine Joblotterie, bei der man spielerisch mit Glück an einen geeigneten Job kommt, steht bisher nicht zur Verfügung.

Auswahlmöglichkeiten

Die Auswahlmöglichkeiten für Jobsuchende sind nicht unwesentlich von der Jahreszeit abhängig. Trostlos ist die Zahl der Stellenangebote meist vor den und während der Ferienzeiten im

sowie vor und während Feiertagen wie

womit schon fast die Hälfte eines Jahres mit wenig Chancen versehen ist.51

Die Auswahlmöglichkeiten stellen sich für Außenstehende meist wesentlich besser dar als sie tatsächlich sind.

Internet-Jobbörsen, die nicht zu den großen bekannten gehören, enthalten oftmals relativ wenige oder keine Stellenangebote, die verwertbar sind.

Viele Firmen-Websites haben zwar eine Rubrik „Karriere” oder „Stellenangebote”, doch in der Rubrik selbst ist dann oft gähnende Leere vorzufinden.

Bei vielen Tageszeitungen lohnt sich ein Blick in den Stellenmarkt nur bei der umfangreichen Wochenendausgabe, hin und wieder auch bei der Magerversion mittwochs.

Die Anzahl der Stellenangebote in der Tageszeitung ist häufig so gering, dass beispielsweise der Stellenmarkt im Autoteil der Zeitung untergebracht wird, insbesondere wenn Feiertage und Ferien im Kalender stehen; der Immobilienteil hingegen ist um ein Vielfaches umfangreicher. Andererseits wird manchmal der Stellenmarkt auf zwei Zeitungsteile verteilt, obwohl er wesentlich weniger Seiten aufweist als beispielsweise der in nur einem Zeitungsteil untergebrachte Immobilienmarkt.

Die wenigen Stellenangebote können von Stellensuchenden nur zu einem Bruchteil verwertet werden, unter anderem

Seriosität

Für Außenstehende, die nicht regelmäßig auf Jobsuche sind, sind unseriöse Stellenangebote nicht oder nur schwer zu erkennen.

Typische Merkmale sind

Recherche

Um seine Chancen zu erhöhen, sollte der Bewerber Recherchen zu den in Frage kommenden Stellenangeboten anstellen, wofür sich das Internet am besten eignet. Mitunter wird der Bewerber auch vom Stellenanbieter dazu gezwungen, weil dieser nur auf der Firmen-Website Informationen zum Job und zu den Bewerbungsanforderungen anbietet. Manchmal ist bereits eine Recherche erforderlich, um zu ergründen, ob man mit der verwendeten Berufsbezeichnung bei der Offerte angesprochen sein könnte, wenn man kein Insider in einem Spezialbereich ist und nicht weiß, was unter einer Stelle für einen Lean Production Manager oder Corporate Applications Consultant zu verstehen ist. Mit Bank Clerk sind Sie inzwischen vertraut? Aber wie steht es um die in den USA gebräuchliche Bezeichnung „assistant vice-president for client interface relationship banking”? Manchmal wird eine so nebulöse Bezeichnungen wie Teamassistent ohne Angabe der Branche oder des Team-Aufgabenbereichs verwendet und erfordert eine Recherche.

Recherche bedeutet zusätzlicher

Bei manchen Stellenanbietern gestalten sich die Recherchen extrem aufwändig, sodass mitunter mehr als 1 Stunde dafür aufzuwenden ist. Der erhöhte Aufwand macht sich insoweit teilweise bezahlt, als dass er hilft

Jobangebote und Psyche

Je leidenschaftlicher sich ein Jobsuchender auf Stellensuche begibt, um so mehr muss er auf Enttäuschungen gefasst sein. Vieles bei der Jobsuche nach einem regulären Vollzeitjob schmälert die Illusion und verringert die Motivation, schafft Frustration und führt vielleicht sogar zur Depression, z. B.

Manchmal gibt es bei der Stellensuche wegen der meist ernüchternd gering vorhandenen und kleinformatigen Stellenannoncen in der Zeitung auch positive Überraschungen, wenn zum Beispiel ausnahmsweise ein Unternehmen eine ganzseitige Annonce schaltet. Da schaut man schon mindestens zweimal hin, um sicher zu gehen, dass es sich um eine Stellenofferte und nicht um eine Seite mit Werbung handelt.